Vorabveröffentlichung · laufende Erhebung
KI-Sichtbarkeitsstudie Banken Lübeck
Wie antworten KI-Chatbots wie OpenAIs ChatGPT oder Googles Gemini, wenn Lübecker in Lübeck nach einer Bank suchen? Um diese Frage zu beantworten, habe ich eine Messreihe erstellt, in welcher die Sichtbarkeit von elf Banken bzw. Sparkassen für 33 individuell erstellte Prompts gemessen wird. Bereits nach fünf von zehn Messwellen zeigt sich ein deutliches Gefälle: Die Sparkasse zu Lübeck steht in 94,4 Prozent der Antworten unter den ersten drei genannten Anbietern. Drei der elf Institute mit Beratungsstandort in der Stadt tauchen hingegen in keiner einzigen Antwort unter den ersten drei auf, drei weitere in genau einer von 588 Antworten.
Patrick Stolp · SEO-Experte · Lübeck
- Welle
- 5 von 10
- Gültige Antworten
- 1157
- Erhoben bis
- 2026-08-05
- Nächste Aktualisierung
- 2026-08-08
Endstand nach Welle 10.
Stolp, Patrick (2026): KI-Sichtbarkeitsstudie Banken Lübeck. Welle 5 von 10. patrickstolp.de/ki-sichtbarkeitsstudie-banken-luebeck/, Stand 2026-08-05.
Kurzfassung
Diese Studie beantwortet die Frage, welche Banken ChatGPT und Google Gemini nennen, wenn jemand in Lübeck nach einer Bank fragt, und an welcher Stelle der Antwort. Hierzu werden 33 vorab festgelegte Prompts, d. h. exakt vorformulierte Testfragen, an zehn Tagen zu wechselnden Tageszeiten je einmal vollständig abgefragt. Die Abfragen laufen über die APIs beider Systeme, also über die technischen Schnittstellen, über die sich ChatGPT und Gemini automatisiert ansteuern lassen. Bisher liegen 1157 gültige Antworten vor, davon 588 auf die sechs Leitprompts. Insgesamt sind 2.340 Abfragen geplant.
Das bislang wichtigste Ergebnis lautet, dass zwischen der reinen Nennung und einer Top-3-Platzierung deutlich unterschieden werden muss: Die Commerzbank z. B. wird in 88,8 Prozent der Antworten genannt, steht allerdings nur in 17,0 Prozent unter den ersten drei. Zu beachten ist außerdem, dass erst fünf von zehn Wellen erhoben sind. Die Konfidenzintervalle sind zwar enger als zu Beginn, aber weiterhin vorläufig, und gemessen wird ausschließlich die Auffindbarkeit, nicht die Qualität einer Bank.
94,4%
95-%-Intervall 92,2 bis 96,0 · n = 588 · Welle 5 von 10
So oft steht die Sparkasse zu Lübeck in den Antworten von ChatGPT und Google Gemini unter den ersten drei genannten Anbietern. In 92,0 Prozent der Antworten steht sie sogar an erster Stelle.
1170 Abfragen → 1157 auswertbar → 588 gültige Antworten auf die 6 Leitprompts
Zwischenstände machen die Studie überprüfbar
Eine Studie, deren Aufbau erst zusammen mit dem Endergebnis sichtbar wird, lässt sich im Nachhinein kaum noch überprüfen. Da Prompts, Institutsliste und Zielgröße bereits vor der ersten Messung festgelegt und mit Prüfsumme hinterlegt wurden, kann jeder Leser nachvollziehen, ob am Ende dieselbe Frage beantwortet wird, die am Anfang gestellt wurde.
Der Nachteil dieses Vorgehens liegt in der Vorläufigkeit der Zahlen: Aus fünf von zehn Wellen lässt sich zwar eine stabile Größenordnung ablesen, allerdings noch keine belastbare Rangfolge zwischen eng beieinanderliegenden Instituten. Deswegen steht jede Quote auf dieser Seite mit ihrem Konfidenzintervall, d. h. mit der Spanne, in der der wahre Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt. Je mehr Antworten vorliegen, desto schmaler wird diese Spanne. Die nächste Aktualisierung ist für den 8. August 2026 vorgesehen.
Zwischenstand in Zahlen
Wie diese Zahlen zu lesen sind
Abbildung 1
Quelle: eigene Messung, Welle 5 von 10, erhoben vom 1. bis 5. August 2026, 588 gültige Antworten auf die sechs Leitprompts.
Hinweis: vorläufig. Angaben in Prozent. Sortiert nach Top-3-Quote, absteigend. Intervalle nach Wilson. ING, DKB und N26 unterhalten keinen Beratungsstandort in Lübeck und gehören nicht zur Grundgesamtheit.
Patrick Stolp · KI-Sichtbarkeitsstudie Banken Lübeck · patrickstolp.de
Nennungsquote und Top-3-Quote im Vergleich
Anteil der Antworten, in denen ein Institut überhaupt genannt wird, und Anteil der Antworten, in denen es unter den ersten drei steht.
Filialbanken mit Beratungsstandort in Lübeck
Sparkasse zu Lübeck
94,4 96,1
Volksbank Lübeck
79,1 81,6
Deutsche Bank
30,4 88,6
Commerzbank
17,0 88,8
Postbank
0,2 49,8
TARGOBANK
0,2 35,4
HypoVereinsbank
0,0 26,7
Santander
0,2 21,4
BBBank
0,0 5,8
Sparda-Bank Hamburg
1,0 4,9
apoBank
0,0 0,0
Direktbanken ohne Standort in Lübeck, nicht Teil der Grundgesamtheit
ING
4,9 49,8
DKB
4,3 48,0
N26
1,0 39,5
Top-3-Quote gegenüber Nennungsquote, Welle 5, Angaben in Prozent, 588 gültige Antworten. Sparkasse zu Lübeck Top 3 94,4 mit Intervall 92,2 bis 96,0, Nennung 96,1. Volksbank Lübeck 79,1 mit Intervall 75,6 bis 82,2, Nennung 81,6. Deutsche Bank 30,4 mit Intervall 26,9 bis 34,3, Nennung 88,6. Commerzbank 17,0 mit Intervall 14,2 bis 20,3, Nennung 88,8. Sparda-Bank Hamburg 1,0 mit Intervall 0,5 bis 2,2, Nennung 4,9. Postbank 0,2 mit Intervall 0,0 bis 1,0, Nennung 49,8. TARGOBANK 0,2 mit Intervall 0,0 bis 1,0, Nennung 35,4. Santander 0,2 mit Intervall 0,0 bis 1,0, Nennung 21,4. HypoVereinsbank 0,0 mit Intervall 0,0 bis 0,6, Nennung 26,7. BBBank 0,0 mit Intervall 0,0 bis 0,6, Nennung 5,8. apoBank 0,0 mit Intervall 0,0 bis 0,6, Nennung 0,0. Direktbanken ohne Standort in Lübeck: ING 4,9 mit Intervall 3,5 bis 7,0, Nennung 49,8. DKB 4,3 mit Intervall 2,9 bis 6,2, Nennung 48,0. N26 1,0 mit Intervall 0,5 bis 2,2, Nennung 39,5.
Werte als Tabelle
Alle Werte dieser Abbildung stehen mit Konfidenzintervall in Tabelle 1 unmittelbar darunter.
- Welle
- 5 von 10
- n (Leitprompts)
- 588
- Erhoben
- 2026-08-01 bis 05
- Sortierung
- Top-3-Quote
Tabelle 1 Nennung und Top-3-Position der elf Institute mit Beratungsstandort in Lübeck, Welle 5 von 10
| Institut | Nennung | Intervall | Top 3 | Intervall | Spanne | Erstnennung | Gegen Welle 4 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Institute mit Beratungsstandort in Lübeck | |||||||
| Sparkasse zu Lübeck | 96,1 % | 94,2–97,4 | 94,4 % | 92,2–96 | 88,9–100 | 92,0 % | im Intervall |
| Volksbank Lübeck | 81,6 % | 78,3–84,6 | 79,1 % | 75,6–82,2 | 59,6–97,9 | 0,0 % | im Intervall |
| Deutsche Bank | 88,6 % | 85,8–90,9 | 30,4 % | 26,9–34,3 | 2,1–55,6 | 0,7 % | im Intervall |
| Commerzbank | 88,8 % | 86–91,1 | 17,0 % | 14,2–20,3 | 4,0–36,4 | 0,5 % | im Intervall |
| Sparda-Bank Hamburg | 4,9 % | 3,5–7 | 1,0 % | 0,5–2,2 | 0,0–3,1 | 0,0 % | im Intervall |
| TARGOBANK | 35,4 % | 31,6–39,3 | 0,2 % | 0–1 | 0,0–1,0 | 0,0 % | im Intervall |
| Postbank | 49,8 % | 45,8–53,9 | 0,2 % | 0–1 | 0,0–1,0 | 0,0 % | im Intervall |
| HypoVereinsbank | 26,7 % | 23,3–30,4 | 0,0 % | 0–0,6 | 0,0–0,0 | 0,0 % | im Intervall |
| Santander | 21,4 % | 18,3–24,9 | 0,2 % | 0–1 | 0,0–1,0 | 0,0 % | im Intervall |
| BBBank | 5,8 % | 4,2–8 | 0,0 % | 0–0,6 | 0,0–0,0 | 0,0 % | im Intervall |
| Spezialinstitut, nicht im Privatkunden-Vergleich | |||||||
| apoBank | 0,0 % | 0–0,6 | 0,0 % | 0–0,6 | 0,0–0,0 | 0,0 % | im Intervall |
Eigene Messung, Welle 5 von 10, 588 gültige Antworten auf die sechs Leitprompts, davon 288 von ChatGPT und 300 von Google Gemini. Die Intervall-Spalten geben das 95-Prozent-Konfidenzintervall nach dem Wilson-Verfahren an, jeweils rechts neben der zugehörigen Quote. Die Spalte „Spanne“ zeigt für jedes Institut die kleinste und größte Top-3-Quote über die sechs Fragen einzeln. Eine weite Spanne bedeutet, dass die gepoolte Quote stark von der Frageform abhängt. „Im Intervall“ heißt, dass sich die Quote nicht belegbar verändert hat. Die Spalte „Gegen Welle 4″ vergleicht die Top-3-Quote der Welle 5 allein mit dem Konfidenzintervall der Welle 4 allein. Sortiert wird nach der Top-3-Quote, eine Wertung ist damit nicht verbunden.
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Direktbanken ohne Beratungsstandort in Lübeck
Die drei Banken ING, DKB und N26 sind mit keinem physischen Standort in Lübeck vertreten und zählen deswegen nicht zur Grundgesamtheit der Studie. Da alle drei Marken sowohl von ChatGPT als auch Gemini aber häufiger genannt werden, ist festzuhalten, dass Banken und Sparkassen mit Filialstandort im digitalen Raum innerhalb von KI-Antworten mit reinen Online-Anbietern konkurrieren.
Tabelle 2 Vergleichswerte: Direktbanken ohne Standort in Lübeck, Welle 5 von 10
| Vergleichswert | Nennung | Intervall | Top 3 | Intervall |
|---|---|---|---|---|
| ING | 49,8 % | 45,8–53,9 | 4,9 % | 3,5–7,0 |
| DKB | 48,0 % | 43,9–52,0 | 4,3 % | 2,9–6,2 |
| N26 | 39,5 % | 35,6–43,5 | 1,0 % | 0,5–2,2 |
| C24 Bank | 26,4 % | 23,0–30,1 | 0,2 % | 0,0–1,0 |
| comdirect | 17,7 % | 14,8–21,0 | 0,0 % | 0,0–0,6 |
Bei diesen Anbietern handelt es sich nicht um Studienteilnehmer. Da sie in den Antworten allerdings regelmäßig vorkommen, werden sie mitcodiert und getrennt ausgewiesen, damit sich die Rangfolge in Tabelle 1 nicht mit ihnen vermischt.
Top-3-Quote je Erhebungswelle
Die Messreihe über zehn Tage zeigt, ob eine Quote stabil ist oder von Tag zu Tag schwankt. Nach fünf Wellen ist diese Frage beantwortbar: Die vier großen Quoten bewegen sich in schmalen Bändern, die Sparkasse zwischen 93,2 und 95,8 Prozent, die Volksbank zwischen 73,9 und 82,2. Die Unterschiede zwischen den Instituten sind damit durchweg größer als die Schwankung eines einzelnen Instituts über die Zeit. Gezeigt wird die Top-3-Quote der jeweiligen Welle einzeln und bewusst nicht der laufende Mittelwert, da ein Mittelwert genau die Bewegung glätten würde, um die es hier geht.
Abbildung 5
Quelle: eigene Messung, Welle 1 bis 5 von 10, erhoben vom 1. bis 5. August 2026.
Hinweis: vorläufig. Top-3-Quote je Welle, Angaben in Prozent. Alle Felder haben dieselbe Achse von 0 bis 100 Prozent. Die waagerechte Hilfslinie liegt bei 50 Prozent.
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Fünf von zehn Messpunkten
Top-3-Quote je Erhebungswelle, ein Feld je Institut, gemeinsame Achse von 0 bis 100 Prozent.
Sparkasse zu Lübeck
95,6 %
Welle 1 bis 10 · Achse 0 bis 100 %
Volksbank Lübeck
81,4 %
Welle 1 bis 10
Deutsche Bank
32,7 %
Welle 1 bis 10
Commerzbank
20,4 %
Welle 1 bis 10
ING
5,3 %
Welle 1 bis 10 · ohne Standort
DKB
5,3 %
Welle 1 bis 10 · ohne Standort
N26
0,0 %
Welle 1 bis 10 · ohne Standort
Sparda-Bank Hamburg
1,8 %
Welle 1 bis 10
Top-3-Quote je Welle, Angaben in Prozent, Wellen 1 bis 5. Sparkasse zu Lübeck: 94,1, 93,2, 95,8, 93,3, 95,6. Volksbank Lübeck: 73,9, 82,2, 78,8, 79,2, 81,4. Deutsche Bank: 26,1, 33,1, 33,1, 27,5, 32,7. Commerzbank: 17,6, 16,1, 11,9, 19,2, 20,4. ING: 5,0, 5,1, 3,4, 5,8, 5,3. DKB: 3,4, 5,1, 3,4, 4,2, 5,3. N26: 1,7, 1,7, 0,8, 0,8, 0,0. Sparda-Bank Hamburg: 2,5, 0,0, 0,8, 0,0, 1,8. Nicht abgebildet sind TARGOBANK, Postbank und Santander mit je einer Top-3-Nennung über alle fünf Wellen sowie die Institute ohne Top-3-Nennung; alle stehen in Tabelle 1.
Für die Presse und für die untersuchten Institute
Zitierweise
Maßgeblich ist das Stand-Datum am Seitenkopf. Da sich die Zahlen mit jeder Welle ändern, gehört die Wellennummer in jedes Zitat.
Fließtext
Stolp, Patrick (2026): KI-Sichtbarkeitsstudie Banken Lübeck. Laufende Erhebung, Welle 5 von 10. Lübeck. https://patrickstolp.de/ki-sichtbarkeitsstudie-banken-luebeck/ (Stand: 2026-08-05).
Kurzform für Bildunterschriften
Quelle: Stolp, KI-Sichtbarkeitsstudie Banken Lübeck, Welle 5 von 10, Stand 2026-08-05.
BibTeX
@misc{stolp2026kisichtbarkeit,
author = {Stolp, Patrick},
title = {KI-Sichtbarkeitsstudie Banken L\"ubeck},
note = {Laufende Erhebung, Welle 5 von 10},
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urldate = {2026-08-05}
}
Material und Nachnutzung
- Prompt-Set, vorab festgelegtverfügbar
- Institutsliste mit Namensvariantenverfügbar
- Studiendesign und Methodikverfügbar
- Einzelauswertung für ein untersuchtes Institutverfügbar
- Anonymisierte Rohdatentabelle aller Antwortenfolgt nach Welle 10
- Whitepaper mit Gesamtauswertungfolgt nach Welle 10
Die Zahlen dieser Seite dürfen mit Quellenangabe und Nennung der Wellennummer weiterverwendet werden, auch in Grafiken. Ohne die Wellennummer ist eine Zahl von dieser Seite nicht überprüfbar, da sie sich mit der nächsten Welle ändert.
Kontakt und Widerspruch
Rückfragen zur Methodik, Interviewanfragen sowie Anfragen der untersuchten Institute zu ihrer Einzelauswertung beantworte ich innerhalb von fünf Werktagen über kontakt@patrickstolp.de. Jedes untersuchte Institut kann seine vollständigen Zahlen bereits vor der Endveröffentlichung anfragen und eine Stellungnahme abgeben. Eingehende Stellungnahmen werden im Whitepaper im Wortlaut ausgewiesen. Eine bestrittene Zahl wird bis zur Klärung in Tabelle 1 gekennzeichnet und nicht stillschweigend geändert.
Zum Autor
Ich bin SEO-Experte aus Lübeck. Diese Studie ist eigenfinanziert und entstand ohne Auftrag, Beteiligung oder Vorabkenntnis eines der untersuchten Institute.
SEO-Daten für diese Frage ungeeignet
Keyword-Daten reichen für diese Studie nicht
Es liegt nahe, hier eine reine Keyword-Überprüfung für eine lokale Suchanfrage wie „bank lübeck“ vorzunehmen. Die verwendeten Sistrix-Keyword-Daten zeigen jedoch, dass solche generischen Anfragen in keinem Verhältnis zu Marken-Suchen stehen. Allein „sparkasse lübeck“ wird monatlich 13.800 Mal gesucht. Zum Vergleich: „bank lübeck“ kommt auf gerade einmal 30 Anfragen pro Monat.
Die organische Google-Suche ist primär markengetrieben und in der Regel navigationsorientiert, d. h. Nutzer suchen entweder einen Standort oder wollen zur Website des lokalen Anbieters navigieren. Derartige Suchanfragen sind für diese Studie daher uninteressant. Insgesamt lassen sich aus den klassischen Keyword-Daten keine konkreten kommerziellen bzw. transaktionalen Suchen mit Verbindung zu Lübeck finden oder ableiten. Deswegen wurden individuelle Repräsentationsprompts entwickelt, die auf klassische Bankleistungen abzielen und so tendenziell an KI-Chatbots gestellt werden.
Abbildung 4
Quelle: Sistrix, Abruf am 1. August 2026, Suchvolumen Deutschland je Monat.
Hinweis: Markensuchen umfassen die Anfragen zu den elf Institutsnamen mit Ortsbezug, Kategoriesuchen die Anfragen ohne Markennamen. Die Achse beginnt bei null und ist nicht gebrochen. Die senkrechte Marke am unteren Balken zeigt dessen Ende und ist keine Größenangabe.
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Markensuchen vs. Kategoriesuchen: 185 : 1
Suchanfragen pro Monat in Deutschland, Markensuchen mit Ortsbezug gegenüber Kategoriesuchen ohne Markennamen.
185 : 1Marken- zu Kategoriesuchen
Markensuchen mit Ortsbezug 27.750 Suchanfragen pro Monat, Kategoriesuchen ohne Markennamen 150 Suchanfragen pro Monat. Verhältnis 185 zu 1.
Die Anzahl der Google-Profile täuscht
Ähnlich naheliegend wäre es, die lokale Sichtbarkeit schlicht über die Anzahl der Google-Unternehmensprofile bzw. über ungefilterte lokale Rankings zu messen. In beiden Fällen gewinnt die Sparkasse zu Lübeck mit großem Abstand. Der Vorsprung besteht allerdings fast vollständig aus Geldautomaten: Von den 41 Profilen der Sparkasse entfallen 34 auf Geldautomaten und SB-Stellen. Zählt man dagegen nur die personalbesetzten Beratungsstandorte, kommen Sparkasse und Volksbank auf jeweils sieben Profile. Diese Zählung stammt aus Google-Unternehmensprofilen und ist keine Filialbilanz der Institute, denn diese Quelle kann einen Standort übersehen, wie die Studie für ein anderes Institut selbst festgestellt hat. Eigene Geldautomaten-Profile sind branchenüblich und für Kunden durchaus nützlich. Für eine Sichtbarkeitsmessung ist eine derartige Zählung jedoch ungeeignet, weshalb Geldautomaten und SB-Stellen vor der Rangberechnung entfernt werden.
Abbildung 3
Quelle: eigene Auszählung über die Google Places API, 30 Messpunkt-Abfragen über sechs Stadtbereiche, 1. August 2026.
Hinweis: Gezählt sind Profile mit Standort im Lübecker Stadtgebiet. Für die Rangberechnung der lokalen Sichtbarkeit werden Automatenprofile vorab entfernt, die ungefilterte Messung wird als Kontrast mitberichtet. Die Abbildung ist ein Strukturvergleich über Google-Profile und keine Aussage über die Qualität eines der beiden Häuser.
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41 Profile, aber nur 7 Beratungsstandorte
Google-Unternehmensprofile im Lübecker Stadtgebiet, aufgeteilt nach personalbesetzten Beratungsstandorten und übrigen Profilen.
Sparkasse zu Lübeck: 41 Google-Profile im Stadtgebiet, davon 7 Beratungsstandorte und 34 Geldautomaten oder SB-Stellen. Volksbank Lübeck: 8 Google-Profile, davon 7 Beratungsstandorte und 1 weiteres Profil.
Hinzu kommt, dass es für lokale Institute keine belastbare Fremddatenbasis gibt. Der Sistrix AI Check z. B. führt für die Marke „Sparkasse zu Lübeck“ in seiner gesamten Datenbank gerade einmal drei Prompts. Wer wissen will, was ChatGPT und Gemini Menschen in Lübeck auf eine Bankfrage antworten, muss deshalb selbst messen. Hieraus entstand die vorliegende Studie.
So wird gemessen
Wer gehört zur Grundgesamtheit?
Zur Grundgesamtheit, also zur Gruppe der untersuchten Institute, zählt jedes Institut mit mindestens einem personalbesetzten Beratungsstandort innerhalb der Lübecker Stadtgrenzen, d. h. in den Postleitzahlen 23552 bis 23570. Das sind elf Institute: Sparkasse zu Lübeck, Volksbank Lübeck, Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank, Postbank, Sparda-Bank Hamburg, TARGOBANK, Santander, apoBank und BBBank. Die apoBank richtet sich als Spezialinstitut für Heilberufe nicht an Privatkunden allgemein und wird deshalb gesondert ausgewiesen.
Die Institutsliste stammt aus zwei voneinander unabhängigen Quellen, der Google Places API und der Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank. Diese Doppelung ist notwendig, da keine der beiden Quellen für sich genommen vollständig ist: Vier Institute betreiben zwar eine Lübecker Filiale, führen ihre Bankleitzahl allerdings am Hauptsitz und fehlen deswegen in der Bundesbank-Auswertung für Lübeck. In der Google-Auszählung fehlt hingegen ein Institut, das die Bundesbank führt. Würde die Grundgesamtheit allein aus Google abgeleitet, während die Studie zugleich Google-Sichtbarkeit misst, würde die Messgröße ihre eigene Stichprobe auswählen.
Direktbanken ohne Standort in Lübeck, etwa ING, DKB oder N26, zählen nicht zur Grundgesamtheit. Ihre Nennungen werden allerdings mitcodiert und in Tabelle 2 getrennt ausgewiesen.
Welche Systeme werden abgefragt?
Abgefragt werden ChatGPT und Google Gemini über ihre APIs. API-Antworten sind eine Näherung an die Apps und nicht wortgleich mit ihnen. Zur Kontrolle ist vor der Endveröffentlichung deswegen eine Stichprobe von 36 manuellen Abfragen in den Apps vorgesehen, jeweils mit Screenshot und Datum. Berichtet wird anschließend die Übereinstimmungsrate.
Messkonfiguration
| Angabe | ChatGPT | Google Gemini |
|---|---|---|
| Modellkennung | gpt-5-mini | gemini-3.6-flash |
| Websuche | Werkzeug web_search aktiv | Google-Suche-Grounding aktiv |
| Standortkontext | user_location Lübeck, Schleswig-Holstein, DE | Ortsbezug im Prompt-Wortlaut |
| Sitzungsführung | jede Abfrage in eigener Sitzung, ohne Verlauf | jede Abfrage in eigener Sitzung, ohne Verlauf |
| n bisher, Leitprompts | 288 | 300 |
| Erhebungszeitraum | 2026-08-01 bis 2026-08-05 | 2026-08-01 bis 2026-08-05 |
Abbildung 2
Quelle: eigene Messung, Welle 5 von 10, 288 Antworten von ChatGPT und 300 von Google Gemini auf die sechs Leitprompts.
Hinweis: vorläufig. Angaben in Prozent, Nennungsquote je System. Bei ING liegen beide Marken fast übereinander, weil sich die Systeme dort um 0,3 Punkte unterscheiden. Bei N26 kehrt sich das Verhältnis um. ING, DKB und N26 unterhalten keinen Beratungsstandort in Lübeck.
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Nennungsquoten im Systemvergleich: ChatGPT vs. Gemini
Nennungsquote desselben Instituts bei ChatGPT und bei Google Gemini, gleiche Fragen, gleicher Zeitraum.
Filialbanken mit Beratungsstandort in Lübeck
Sparkasse zu Lübeck
92,0 100
Volksbank Lübeck
63,5 99,0
Deutsche Bank
78,1 98,7
Commerzbank
77,4 99,7
Postbank
30,9 68,0
TARGOBANK
5,6 64,0
HypoVereinsbank
23,6 29,7
Santander
18,1 24,7
BBBank
0,0 11,3
Sparda-Bank Hamburg
0,3 9,3
apoBank
0,0 0,0
Direktbanken ohne Standort in Lübeck
ING
49,7 50,0
DKB
45,1 50,7
N26
53,8 25,7
Nennungsquote je System, Welle 5, Angaben in Prozent, erster Wert ChatGPT, zweiter Wert Google Gemini. Sparkasse zu Lübeck 92,0 und 100. Volksbank Lübeck 63,5 und 99,0. Deutsche Bank 78,1 und 98,7. Commerzbank 77,4 und 99,7. Sparda-Bank Hamburg 0,3 und 9,3. Postbank 30,9 und 68,0. TARGOBANK 5,6 und 64,0. Santander 18,1 und 24,7. HypoVereinsbank 23,6 und 29,7. BBBank 0,0 und 11,3. apoBank 0,0 und 0,0. Direktbanken ohne Standort in Lübeck: ING 49,7 und 50,0. DKB 45,1 und 50,7. N26 53,8 und 25,7.
Ein Teil der Unterschiede liegt nicht zwischen den Instituten, sondern zwischen den beiden Systemen, und dieser Teil ist größer als der Abstand zwischen den meisten Instituten. Die TARGOBANK z. B. wird von Google Gemini in 64,0 Prozent der Antworten genannt, von ChatGPT hingegen nur in 5,6 Prozent, bei identischen Fragen im selben Zeitraum. Die BBBank kommt bei ChatGPT in keiner einzigen Leitprompt-Antwort vor, bei Gemini in 11,3 Prozent; die Sparda-Bank Hamburg bei ChatGPT in einer von 288 Antworten, bei Gemini in 9,3 Prozent. Eine Aussage über „die KI-Sichtbarkeit“ eines Instituts wäre ohne Angabe des Systems daher irreführend.
Wie viele Antworten stecken hinter einer Zahl?
1170 Abfragen → 1157 auswertbar → 588 gültige Antworten auf die 6 Leitprompts
Ob ein Institut genannt wird, ist ein Ja-Nein-Ereignis, über das einzelne Abfragen nur wenig aussagen. Die sechs Leitprompts laufen deshalb je System 100 Mal, die 15 Erweiterungsprompts je 30 Mal, verteilt auf mindestens zehn Erhebungstage und wechselnde Tageszeiten. Jede Quote wird mit einem Wilson-Intervall über 95 Prozent angegeben. Dieses Intervall beschreibt ausschließlich die Genauigkeit der Messung bei der vorliegenden Antwortzahl. Rückschlüsse auf künftige Wellen oder auf die Streuung zwischen den einzelnen Fragen lassen sich daraus nicht ableiten.
Über die Streuung zwischen den Fragen gibt die Spalte „Spanne“ in Tabelle 1 Auskunft, und diese Zahl fällt unbequem aus: Die Deutsche Bank erreicht je nach Frage zwischen 2,1 und 55,6 Prozent Top-3-Quote. Da sich die Wiederholungen auf sechs Fragen verteilen und innerhalb einer Frage ähnlicher ausfallen als zwischen den Fragen, ist die tatsächliche Genauigkeit geringer, als das Wilson-Intervall für eine einfache Zufallsstichprobe angibt. Der Umfang dieses Effekts wird nach Abschluss der Erhebung als sogenannter Designeffekt berichtet, d. h. als Korrekturfaktor für die tatsächliche Genauigkeit.
Wie wird codiert?
Codierung bedeutet hier, jede KI-Antwort in auswertbare Daten zu übersetzen: Welche Institute werden genannt, und in welcher Reihenfolge? Diese Übersetzung übernimmt kein Sprachmodell. Stattdessen kommt ein fester String-Abgleich gegen eine vor Erhebungsbeginn eingefrorene Liste von Namensvarianten zum Einsatz. Dieselben Rohantworten ergeben damit immer dieselben Zahlen, und es fließt kein Modellrauschen in die Messgröße ein. Erfasst werden die genannten Institute, ihre Reihenfolge in der Antwort und die Frage, ob das System für die Antwort eine Websuche ausgeführt hat.
Eine Kontrollcodierung von zehn Prozent der Antworten durch ein Sprachmodell ist vorgesehen, bislang allerdings nicht durchgeführt. Die Übereinstimmung wird dann als Cohens Kappa berichtet, einem statistischen Maß dafür, wie stark zwei unabhängige Bewertungen übereinstimmen. Bis dahin liegt für die Codierung keine Reliabilitätsangabe vor, was derzeit die größte offene Stelle der Studie ist.
Für ChatGPT bleibt die Websuche-Nutzung zweigeteilt, das Muster hat sich über die Wellen allerdings abgeschwächt: 14 der 33 Prompts lösen in jeder einzelnen Abfrage eine Suche aus, einer in keiner einzigen, und 18 liegen dazwischen. Nach Welle 2 lagen noch 24 der 33 Prompts an einem der beiden Ränder. Für ein Institut bedeutet dies weiterhin zwei verschiedene Wettbewerbe. Bei Fragen mit konkretem Anlass entscheidet die aktuelle Webpräsenz darüber, ob das Institut in der Antwort vorkommt. Bei vagen Wahlfragen entscheidet hingegen überwiegend, was über das Institut im Modell gespeichert ist.
Wie wird die lokale Sichtbarkeit gemessen?
Neben den KI-Antworten misst die Studie das lokale Google-Ranking über ein Raster von 81 Messpunkten mit acht Kilometern Radius um den Lübecker Marktplatz. Das Raster fällt größer aus als der übliche Standard, da Lübeck flächenmäßig sehr groß ist und Travemünde sonst herausfiele. Gewertet werden ausschließlich personalbesetzte Beratungsstandorte. Geldautomaten und SB-Stellen werden vor der Rangberechnung entfernt, aus dem in Abbildung 3 gezeigten Grund. Die ungefilterte Messung wird als Kontrast mitberichtet. Diese Messung folgt während des Erhebungszeitraums und ist auf dieser Seite noch nicht enthalten.
Was wurde vorab festgelegt?
Vorab festgelegt und mit Prüfsumme hinterlegt
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Prüfen mit shasum -a 256 prompts.json institute.json
Ergänzungen an diesen Dateien sind erlaubt und werden mit Datum und Grund protokolliert. Streichungen und Umformulierungen sind hingegen ausgeschlossen. Bisher gibt es eine Ergänzung: Am 1. August 2026, noch vor Erhebungsbeginn, kam ein elftes Institut hinzu, nachdem die Prüfung gegen die Bundesbank-Datei eine Lübecker Filiale ergeben hatte, die in der Google-Auszählung fehlte.
Die sechs Leitprompts im Wortlaut, so wie sie an beide Systeme gehen:
- „Welche Bank soll ich in Lübeck wählen?“
- „Ich ziehe nach Lübeck und brauche ein Girokonto. Welche Bank empfiehlst du?“
- „Wer ist die beste Bank in Lübeck?“
- „Ich möchte in Lübeck eine Immobilie kaufen und brauche eine Baufinanzierung. An welche Anbieter vor Ort kann ich mich wenden?“
- „Ich suche in Lübeck eine Bank mit persönlicher Beratung in einer Filiale. Welche kommen infrage?“
- „Welche Bank ist für mein Unternehmen in Lübeck geeignet?“
Der Wortlaut „beste Bank“ ist eine Prompt-Formulierung, weil Menschen so fragen. Als Kategorie taucht er in keiner Ergebnisaussage dieser Studie auf.
Was passiert, wenn sich die Modelle ändern?
Sprachmodelle werden fortlaufend aktualisiert, und eine Messung über zehn Tage kann eine solche Aktualisierung enthalten, ohne dass der Anbieter sie ankündigt. Dagegen greifen zwei Vorkehrungen: Zunächst ist das Erhebungsfenster mit rund zwei Wochen bewusst kurz gehalten. Zudem wird zu jeder einzelnen Abfrage die Modellkennung mitprotokolliert, sodass sich im Nachhinein feststellen lässt, ob ein Sprung in den Zahlen mit einem Modellwechsel zusammenfällt. Sollte während der Erhebung eine Modellversion wechseln, wird dies im Studientagebuch vermerkt und die betroffene Welle gekennzeichnet.
Was hat die Erhebung gekostet?
Die fünf bisherigen Wellen haben zusammen 6,35 Euro an API-Gebühren gekostet, die vollständige Erhebung wird bei circa 13 Euro liegen. Die Gemini-Abfragen laufen derzeit in einem kostenlosen Kontingent, und auch die Codierung verursacht keine laufenden Kosten, da sie deterministisch arbeitet. Daraus lässt sich eine durchaus relevante Erkenntnis ableiten: Eine methodisch saubere KI-Sichtbarkeitsmessung ist nicht zwingend eine Budgetfrage.
Grenzen der Aussagekraft
Zunächst sagen die Zahlen nichts über die Qualität einer Bank aus. Gemessen wird lediglich, ob und an welcher Stelle ein Institut in einer Antwort auftaucht. Ob es gut berät, günstige Konditionen bietet oder zufriedene Kunden hat, geht in keine dieser Zahlen ein. Ein Institut mit einer Top-3-Quote von null Prozent wird in diesen Antworten schlicht nicht unter den ersten drei genannt. Ob es überhaupt genannt wird, steht daneben in der Nennungsquote, und diese liegt bei mehreren dieser Institute über 20 Prozent.
Darüber hinaus sagen die Zahlen nichts darüber aus, welche Bank Menschen tatsächlich wählen. Die Studie misst, was zwei Systeme antworten. Wie viele Menschen diese Systeme für eine Bankwahl benutzen und wie viele der Antwort anschließend folgen, wird nicht erfasst. Über die Häufigkeit solcher Fragen im Alltag liegen für Lübeck bislang keine belastbaren Zahlen vor.
Schließlich ist ein Unterschied zwischen zwei nah beieinanderliegenden Instituten nicht belegt. Bei 588 Antworten ist das Konfidenzintervall der Top-3-Quote je nach Höhe der Quote 0,6 bis 7,4 Prozentpunkte breit: Bei einer Quote nahe null sind es 0,6 Punkte, bei einer Quote um 30 Prozent 7,4. Überlappen sich zwei Intervalle, ist die Rangfolge zwischen diesen beiden Instituten dem Zufall geschuldet. Belegt sind lediglich Unterschiede, deren Intervalle sich nicht berühren, etwa der zwischen Deutscher Bank und Commerzbank oder der zwischen diesen beiden und den Direktbanken.
Vier weitere Einschränkungen kommen hinzu: Die Messung läuft über APIs und ist damit eine Näherung an die Apps, die Kunden tatsächlich benutzen. Die Validierungsstichprobe hierzu steht noch aus. Für die Codierung liegt bislang keine Reliabilitätsangabe vor, da die Kontrollcodierung noch nicht durchgeführt wurde. Perplexity und die KI-Übersichten der Google-Suche sind nicht Teil der Messung, sodass der Weg von der klassischen Suche in die KI-Antwort nur mittelbar abgedeckt ist. Und die Marktstruktur kann sich während der Erhebung ändern: Eine Filialschließung bzw. Fusion würde die Grundgesamtheit berühren und wird im Studientagebuch vermerkt.
Studientagebuch
Dieses Protokoll hält fest, was wann gemessen, entschieden und korrigiert wurde. Der neueste Eintrag steht oben.
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2026-08-05 · Wellen 3 bis 5 eingespielt
Halbzeit: engere Intervalle, ein weicheres Websuche-Muster und sieben Ausfälle
Die Wellen 3 bis 5 sind erhoben, damit liegen 1157 gültige Antworten vor. Welle 4 lief als erste ohne einen einzigen Ausfall durch. In Welle 3 fielen zwei Abfragen aus, in Welle 5 sieben, jeweils auf der ChatGPT-Seite mit dem Serverfehler 520 und verteilt über mehrere Prompts. Mit drei Prozent Ausfallquote bleibt Welle 5 deutlich unter der Schwelle von zehn Prozent, ab der eine Welle wiederholt würde. Welle 3 startete planmäßig am Abend, zog sich aber bis in den Vormittag des Folgetags; die Antworten sind mit ihren tatsächlichen Zeitstempeln protokolliert und der Welle unverändert zugeordnet.
Zwei Dinge haben sich gegenüber dem Stand nach Welle 2 bewegt. Erstens ist das Websuche-Muster von ChatGPT weicher geworden: Nach Welle 2 lösten 21 der 33 Prompts in jeder einzelnen Abfrage eine Suche aus und drei in keiner, jetzt sind es 14 und einer. Zweitens hat die Sparda-Bank Hamburg mit sechs Top-3-Nennungen die Schwelle für den Wellenverlauf erreicht und bekommt in Abbildung 5 ein eigenes Feld.
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2026-08-02 · Welle 2 erhoben, Statistik korrigiert
Wilson-Intervall jetzt der Top-3-Quote zugeordnet
Welle 2 ist erhoben, 232 von 234 Abfragen sind auswertbar. Beim Aufbau dieser Seite ist mir ein Fehler in der eigenen Auswertung aufgefallen: Das Messskript berechnet das Wilson-Intervall aus der Zahl der Nennungen, es gehört demnach zur Nennungsquote. In der ersten Fassung der Methodik stand es in der Tabelle allerdings neben der Top-3-Quote, also neben der primären Zielgröße. Da meine eigene Festlegung verlangt, dass keine Quote ohne Intervall veröffentlicht wird, berechnet ein zusätzliches Skript das Intervall jetzt für Top-3-Quote und Erstnennungsquote getrennt. Das Messskript selbst bleibt unverändert, damit die vorab festgelegten Dateien nicht angetastet werden.
Zudem führt die Ergebnistabelle seit heute alle elf Institute der Grundgesamtheit auf, auch die fünf mit einer Top-3-Quote von null. Zuvor erschienen lediglich die Institute, die überhaupt einmal genannt wurden. Damit fiel ausgerechnet das aussagekräftigste Ergebnis unter den Tisch.
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2026-08-01 · Welle 1 und zwei widerlegte Annahmen
Korrektur zweier Pretest-Annahmen notwendig
Welle 1 ist erhoben. Zwei Aussagen aus dem Pretest hielten der vollständigen Messung nicht stand. Zunächst hatte ich die vier Prompt-Blöcke gemeinsam ausgewertet. Da die elf Marken-Prompts allerdings gezielt nach je einem Institut fragen, hob dies die Quote jedes Instituts um genau die Zahl seiner eigenen Abfragen an. Seit der Korrektur wird je Block getrennt ausgewertet, und alle Sichtbarkeitsaussagen stammen ausschließlich aus den Leit- und Erweiterungsprompts.
Außerdem beruhte die Aussage, ChatGPT nutze die Websuche in 11 Prozent der Fälle, auf einem einzigen Prompt. Über alle 33 Prompts liegt der Anteil bei rund 70 Prozent. Die Kostenschätzung stieg hierdurch von 5 auf 13 Euro, da Suchergebnisse als Eingabe-Tokens abgerechnet werden, d. h. nach der Menge des Textes, den das Modell verarbeitet.
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2026-08-01 · Vorab-Festlegung und Pretest
Prompt-Set eingefroren, ein Codierungsfehler gefunden
Prompt-Set und Institutsliste sind eingefroren, die Prüfsummen stehen im Methodik-Abschnitt. Der Pretest mit 20 Abfragen am ersten Leitprompt deckte einen Codierungsfehler auf: Die Verbundbezeichnung „Volks-/Raiffeisenbank“ wurde fälschlich als Institut aus dem Umland gezählt. Das Muster wurde noch vor dem Einfrieren korrigiert. Nach dem Pretest fiel außerdem die Entscheidung für die Top-3-Quote als primäre Zielgröße, da ING und DKB dort eine Nennungsquote von 100 Prozent erreichten und trotzdem in keiner einzigen Antwort unter den ersten drei standen.
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geplant
Wellen 6 bis 10, danach die Grid-Messung
Die Wellen 6 bis 10 sind für den 6. bis 10. August 2026 vorgesehen, die nächste Aktualisierung dieser Seite für den 8. August. Im Anschluss folgt die Messung der lokalen Google-Sichtbarkeit über das 81-Punkte-Raster, die hier als eigener Abschnitt hinzukommt.
Häufige Fragen
Misst die Studie das ChatGPT, das Kundinnen und Kunden benutzen?
Nicht exakt dasselbe. Gemessen wird über die APIs der Anbieter, bei ChatGPT mit Lübeck als hinterlegtem Standort. API-Antworten sind eine Näherung an die Apps und nicht wortgleich mit ihnen. Vor der Veröffentlichung läuft deswegen eine Stichprobe von 36 manuellen Abfragen in den Apps, jeweils mit Screenshot und Datum. Die Übereinstimmungsrate wird anschließend berichtet, bis dahin gilt diese Einschränkung uneingeschränkt.
Warum wird ein kleineres Modell abgefragt und nicht das Standardmodell der App?
Aus Kostengründen bei 2.340 Abfragen. Daraus folgt eine Einschränkung, die genannt werden muss: Ein größeres Modell könnte andere Institute nennen oder häufiger suchen. Die Messung vergleicht Institute innerhalb einer Modellkonfiguration miteinander, und diese Konfiguration bleibt über alle zehn Wellen gleich. Aussagen über die absolute Sichtbarkeit in jedem beliebigen Produkt lassen sich hieraus allerdings nicht ableiten.
Warum stehen ING und DKB in den Auswertungen, obwohl sie keine Filiale in Lübeck haben?
Weil ChatGPT und Gemini sie auf Lübeck-Fragen nennen. Direktbanken zählen nicht zur Grundgesamtheit der elf Institute, ihre Nennungen werden allerdings mitcodiert und in einer eigenen Tabelle ausgewiesen. Der Anteil der Top-3-Plätze, der auf Anbieter ohne Standort entfällt, beschreibt, mit wem die Lübecker Institute in KI-Antworten tatsächlich konkurrieren, und ist damit selbst ein Ergebnis dieser Studie.
Sagt die Studie, welche Bank in Lübeck die beste ist?
Nein. Gemessen wird die Auffindbarkeit, d. h. ob und an welcher Stelle ein Institut in Antworten auftaucht. Ob eine Bank gut berät oder günstige Konditionen bietet, kann diese Messung nicht beantworten. Die Formulierung „beste Bank“ kommt lediglich als Wortlaut eines Prompts vor, weil Menschen so fragen.
Warum werden Zahlen schon veröffentlicht, bevor die Erhebung abgeschlossen ist?
Weil sich eine Studie, deren Aufbau erst zusammen mit dem Ergebnis sichtbar wird, im Nachhinein nicht mehr überprüfen lässt. Prompts, Institutsliste und Zielgröße lagen vor der ersten Messung fest und sind mit Prüfsumme hinterlegt. Wer den Zwischenstand mitliest, kann am Ende feststellen, ob dieselbe Frage beantwortet wurde, die am Anfang gestellt wurde. Im Gegenzug sind die Zahlen vorläufig und die Intervalle noch breit, beides steht an jeder Zahl dabei.
Wie widerspricht ein Institut einer Zahl?
Per E-Mail an kontakt@patrickstolp.de, mit Angabe der beanstandeten Zahl. Jedes untersuchte Institut erhält auf Anfrage seine Einzelauswertung mit den zugrundeliegenden Antworten, bereits ab sofort und nicht erst zum Studienende. Ich antworte innerhalb von fünf Werktagen. Bis zur Klärung wird die betroffene Zeile in Tabelle 1 gekennzeichnet. Erweist sich eine Zahl als falsch, wird sie korrigiert und die Korrektur im Änderungsverlauf ausgewiesen. Zusätzlich kann jedes Institut seine vollständigen Zahlen vor der Endveröffentlichung anfragen und eine Stellungnahme abgeben, die im Whitepaper im Wortlaut ausgewiesen wird.
Änderungsverlauf dieser Seite
Diese Tabelle protokolliert ausschließlich Änderungen an der Seite selbst. Was an der Erhebung geschah, steht im Studientagebuch.
| Datum | Fassung | Welle | Geänderte Stelle | Betroffene Zahlen |
|---|---|---|---|---|
| 2026-08-05 | 1.1 | 5 | Zahlen der Wellen 3 bis 5 eingespielt, Abbildung 5 um ein achtes Feld erweitert, Websuche-Abschnitt neu gefasst | alle Quoten und Intervalle |
| 2026-08-02 | 1.0 | 2 | Erstveröffentlichung dieser Seite | alle |
Zitation: Stolp, Patrick (2026): KI-Sichtbarkeitsstudie Banken Lübeck. Laufende Erhebung, Welle 5 von 10. Lübeck. https://patrickstolp.de/ki-sichtbarkeitsstudie-banken-luebeck/
Autor und Herausgeber: Patrick Stolp, SEO-Experte, Lübeck. Autor, Herausgeber, Finanzier und Codierer sind dieselbe Person. Eine unabhängige Zweitcodierung liegt bisher nicht vor.
Erhebungszeitraum: 1. August 2026 bis voraussichtlich 11. August 2026, zehn Wellen an verschiedenen Tagen und Tageszeiten.
Datenstand dieser Fassung: 5. August 2026, Welle 5 von 10, 1157 gültige Antworten.
Nächste Aktualisierung: 8. August 2026, voraussichtlich nach Welle 8.
Fassung: 1.1. Der Endstand erscheint nach Welle 10 zusammen mit dem Whitepaper.
Stichprobe: 2.340 geplante Einzelabfragen, 33 vorab festgelegte Prompts, elf Institute, zwei Systeme. Bisher 1157 gültige Antworten.
Codier-Kontrolle: Kontrollcodierung von zehn Prozent der Antworten mit Angabe von Cohens Kappa ist vorgesehen und bisher nicht durchgeführt.
Vorab festgelegt: Prompt-Set und Institutsliste, eingefroren am 1. August 2026 um 16:07 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, mit SHA-256-Prüfsumme im Methodik-Abschnitt. Selbst gesetzter Zeitstempel, nicht extern bezeugt.
Datenverfügbarkeit: Prompt-Set, Institutsliste, Studiendesign und institutsbezogene Einzelauswertungen auf Anfrage. Anonymisierte Rohdaten und Whitepaper nach Welle 10.
Finanzierung: eigenfinanziert. Kosten bisher 6,35 Euro an Schnittstellengebühren, veranschlagt sind rund 13 Euro.
Interessenkonflikt: Die Studie ist eigenfinanziert und entstand ohne Auftrag, Beteiligung oder Vorabkenntnis eines der untersuchten Institute.
Nachnutzung: Zahlen und Abbildungen dürfen mit Quellenangabe und Nennung der Wellennummer weiterverwendet werden.
Kontakt: kontakt@patrickstolp.de, Antwort innerhalb von fünf Werktagen.
- Welle
- 5 von 10
- Gültige Antworten
- 1157
- Erhoben bis
- 2026-08-05
- Nächste Aktualisierung
- 2026-08-08
Verwandte eigene Messungen, kostenlos und nicht Bestandteil dieser Studie: Sichtbarkeits-Check Lübeck für die lokale Google-Sichtbarkeit, KI-Sichtbarkeits-Check Lübeck für die Sichtbarkeit in ChatGPT und Gemini, sowie der Lübecker Branchen-Radar als methodische Vorgängermessung.