Hidden Champions in Lübeck: Was ChatGPT über sie weiß
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Wie sichtbar sind Lübecker Weltmarktführer, wenn ChatGPT nach den führenden Unternehmen ihrer jeweiligen Nische gefragt wird? Um diese Frage zu beantworten, habe ich zunächst recherchiert, welche Firmen nach nachvollziehbaren Kriterien überhaupt als Hidden Champions infrage kommen. Anschließend wurden 16 Unternehmen an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit zwei verschiedenen Fragetypen und jeweils zwei Sucheinstellungen untersucht. Daraus entstanden 768 Antworten.
Der Unterschied zwischen bekannten Vergleichsfirmen und den spezialisierten Champions blieb an allen drei Tagen sichtbar. Dräger, Niederegger, die Schwartauer Werke und Oldendorff kamen bei den offenen Nischenfragen in 95 von 96 Antworten vor. Die zwölf Hidden Champions und Kandidaten wurden dagegen in 209 von 288 Antworten genannt. Bei einzelnen Firmen schwankten die Werte zugleich erheblich.
Auch die Quellen änderten sich mit der Frage. Fragte ich direkt nach einer Firma, verwies ChatGPT überwiegend auf deren eigene Website. Bei offenen Fragen nach führenden Anbietern dominierten hingegen Websites von Wettbewerbern, Fachportale, Marktforschungsseiten und Verzeichnisse. Aus diesem Quellenmix lässt sich jedoch keine Kausalität für eine einzelne Firmennennung ableiten.
Hidden Champions lassen sich nur mit offengelegten Kriterien zählen
Der Wirtschaftswissenschaftler Hermann Simon verwendet drei Kriterien. Ein Hidden Champion gehört in seinem Markt weltweit zu den drei größten Unternehmen oder führt den Markt auf einem Kontinent an. Der Umsatz liegt unter fünf Milliarden Euro bzw. US-Dollar. Außerhalb der eigenen Branche ist das Unternehmen zudem nur wenig bekannt. Diese Definition erläutert Simon in einem Interview über die drei Hidden-Champion-Kriterien.
Wie niedrig die Bekanntheit sein muss, ist allerdings nicht festgelegt. Eine wissenschaftliche Übersicht über 112 Veröffentlichungen zu Hidden Champions kommt zu dem Ergebnis, dass die geringe Markenbekanntheit bislang nicht einheitlich quantifiziert wurde. Auch die Abgrenzung der jeweiligen Nische beeinflusst das Ergebnis. Je enger ein Markt formuliert wird, desto leichter kann ein Anbieter darin zu den drei größten Unternehmen gehören.
Für Lübeck kommt ein weiteres Problem hinzu. Zu vielen technischen Nischen existieren keine öffentlich zugänglichen Marktanteilsstatistiken. Die IHK Schleswig-Holstein veröffentlichte im Juli 2019 zwar die Broschüre „Bestleistungen aus dem echten Norden“ mit 33 Unternehmensporträts. Nach den dort genannten Auswahlregeln wurden die Nachweise aber in Gesprächen mit den Unternehmen ermittelt und intern dokumentiert. Leser können die zugrunde liegenden Marktstudien deshalb nicht vollständig prüfen. Außerdem beschreibt die Broschüre den Stand von 2019 und vermischt quantitative Marktführerschaft teilweise mit qualitativer Technologie- oder Qualitätsführerschaft.
Zwei unabhängige Hidden Champions im Lübecker Stadtgebiet
Unter diesen Einschränkungen lassen sich zwei unabhängige Unternehmen im Stadtgebiet besonders gut als Hidden Champions einordnen. BAADER entwickelt Anlagen für die Fisch- und Geflügelverarbeitung. Die IHK bezeichnet das Unternehmen als einen der Weltmarktführer in der Lebensmittelverarbeitung. In einer eigenen Veröffentlichung aus dem Jahr 2025 beschreibt sich BAADER weiterhin als global führenden Anbieter von Technologie für die Lebensmittelverarbeitung. Eine genaue aktuelle Rangposition oder einen überprüfbaren Marktanteil veröffentlicht das Unternehmen dort allerdings nicht.
GREIF-VELOX baut Absack- und Abfüllanlagen. In der IHK-Broschüre wird die Firma als Weltmarkt- und Technologieführer für Vakuum-Abfüllmaschinen bezeichnet. Genannt werden dort 150 Beschäftigte und ein Vertrieb in 89 Länder. Weil diese Angaben aus dem Jahr 2019 stammen und die Marktbelege nicht öffentlich beigefügt sind, ist die Einstufung als gut begründete, jedoch nicht unabhängig nachrechenbare Einordnung zu verstehen.
Zwei Lübecker Firmen gehören heute zu US-Konzernen
EUROIMMUN und B/E Aerospace Systems wurden wegen ihrer Marktposition und ihres Lübecker Standorts in die Untersuchung aufgenommen, sind inzwischen aber Teile internationaler Konzerne. EUROIMMUN nennt Revvity seit 2023 als Konzernzugehörigkeit. Das Unternehmen sitzt weiterhin in Lübeck und bezeichnet sich als einen der weltweit führenden Hersteller medizinischer Labordiagnostik. Diese Formulierung stammt von EUROIMMUN selbst und belegt keine genaue Position innerhalb eines abgegrenzten Weltmarkts.
B/E Aerospace Systems gehört zu Collins Aerospace. Die aktuelle Standortübersicht von Collins Aerospace führt Lübeck als europäisches Kompetenzzentrum für Sauerstoffsysteme und nennt die B/E Aerospace Systems GmbH weiterhin am Standort. Die IHK-Broschüre von 2019 bezifferte den Marktanteil bei Notfall-Sauerstoffsystemen für die zivile Luftfahrt auf mehr als 90 Prozent. Collins bestätigt heute Produktbereich und Standort, veröffentlicht auf der aktuellen Standortseite jedoch keinen solchen Marktanteil.
Zwei weitere Champions sitzen im direkten Umland
In Stockelsdorf entwickelt VisiConsult kundenspezifische Röntgensysteme für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Krüger & Salecker aus Bad Schwartau baut unter anderem Formmaschinen für Cerealienprodukte. Die IHK bezeichnet VisiConsult als Weltmarktführer in seiner Röntgennische. Für Krüger & Salecker nennt die Broschüre eine Weltmarktführerschaft bei Formmaschinen zur Cerealienausformung mit zucker- und fettreduzierten Bindern. Zum Zeitpunkt des Porträts hatte das Unternehmen 50 Beschäftigte.
| Unternehmen | Untersuchte Nische | Einordnung der Recherche |
|---|---|---|
| BAADER | Fisch- und Geflügelverarbeitung | unabhängiger Hidden Champion im Stadtgebiet |
| GREIF-VELOX | Vakuum-Abfüllmaschinen | unabhängiger Hidden Champion im Stadtgebiet |
| EUROIMMUN | medizinische Labordiagnostik | Revvity-Tochter mit Sitz in Lübeck |
| B/E Aerospace Systems | Sauerstoffsysteme für Flugzeuge | Collins-Aerospace-Tochter mit Standort in Lübeck |
| VisiConsult | kundenspezifische Röntgenprüfsysteme | Hidden Champion im direkten Umland |
| Krüger & Salecker | Formmaschinen für Cerealienprodukte | Hidden Champion im direkten Umland |
| Löhrke, Nikon SLM, Brüggen, Nordgetreide, von Eicken und Lubeca | verschiedene technische und produzierende Nischen | Kandidaten mit fehlendem oder nur eingeschränkt prüfbarem Kriterium |
| Dräger, Niederegger, Schwartauer Werke und Oldendorff | Vergleichsfirmen | bekannt, national führend, breit aufgestellt oder ohne passend belegte Nische |
Sechs weitere Unternehmen wurden als Kandidaten aufgenommen, weil mindestens ein Kriterium offenblieb. Bei Löhrke, Brüggen, Nordgetreide, von Eicken und Lubeca stammten wichtige Aussagen zur Marktposition überwiegend aus Unternehmensangaben oder ließen keine genaue Top-3-Position erkennen. Nikon SLM war historisch als einer der größten Anbieter von Metall-3D-Drucksystemen dokumentiert, gehört heute allerdings zu Nikon. Diese Staffelung ist für die spätere KI-Messung relevant, denn sie trennt die Qualität der Ausgangsbelege von der Frage, ob ChatGPT eine Firma erwähnt.
768 Antworten aus drei identisch aufgebauten Tageswellen
Die Messung lief am 19., 20. und 21. August 2026. Untersucht wurden zwölf Champions bzw. Kandidaten sowie die vier Vergleichsfirmen Dräger, Niederegger, Schwartauer Werke und Oldendorff. Jedes Unternehmen erhielt eine direkte Firmenfrage und eine offene Nischenfrage. Bei der Firmenfrage wurde der Name genannt. Die Nischenfrage lautete sinngemäß: „Wer sind die weltweit führenden Hersteller von Fischverarbeitungsmaschinen?“
Beide Fragen wurden pro Unternehmen viermal mit Websuche und viermal ohne Werkzeuge an gpt-5.6-luna gestellt. Die API erhielt Lübeck als Standortkontext. Ohne Werkzeuge antwortete das Modell aus den Informationen, die ihm ohne aktuelle Websuche zur Verfügung standen. Im Artikel wird diese Bedingung als reines Modellwissen bezeichnet. Aus 16 Unternehmen, zwei Fragetypen, zwei Bedingungen, vier Wiederholungen und drei Tagen ergeben sich 768 Antworten.
- Die Firmennennungen wurden für alle drei Tage gezählt.
- Die sichtbaren Quellenverweise der Webantworten wurden nach Quellentyp und Domain klassifiziert.
- Die inhaltliche Qualität der Firmenbeschreibungen wurde nur für die 256 Antworten vom 19. August codiert.
- Für korrekt, unscharf, falsch und unbekannt lag eine vorher recherchierte Wahrheitstabelle zugrunde.
Die übergreifende Methodik des Lübecker KI-Monitors erklärt die Grundsätze der API-Messung, Wiederholung und Codierung. Für diese konkrete Untersuchung gelten zusätzlich die hier genannten Parameter. Die Auswahl der Firmen entstand aus der vorangegangenen Recherche. Die Studie wurde weder vorregistriert noch durch eine unabhängige zweite Person codiert.
Bekannte Vergleichsfirmen fast ohne Ausfall
Bei den Nischenfragen wurde der Unternehmensname nicht vorgegeben. Am 19. August wurden die vier Vergleichsfirmen in allen 32 Antworten auf ihre jeweilige Frage genannt. Einen Tag später waren es 31 von 32, weil Oldendorff in einer Antwort mit Websuche fehlte. Am 21. August lag der Wert wieder bei 32 von 32. Über alle drei Tage erreichten die Vergleichsfirmen damit 95 von 96 möglichen Nennungen.
Die zwölf Champions und Kandidaten kamen am ersten Tag zusammen auf 67 von 96 Nennungen. Am 20. August waren es 70 und am 21. August 72. Insgesamt wurden sie in 209 von 288 Antworten erwähnt. Dieser Gruppenabstand blieb in jeder Tageswelle erhalten. Daraus entsteht jedoch keine allgemeine Rangliste der Firmen. Jede Firma erhielt eine andere Nischenfrage, und die Fragen unterscheiden sich in Marktbreite, Begrifflichkeit sowie verfügbarem Quellenangebot.

Einzelne Beispiele verdeutlichen die Unterschiede. Löhrke wurde an keinem der drei Tage aus dem reinen Modellwissen genannt. Mit Websuche erschien das Unternehmen am ersten Tag in drei von vier und danach jeweils in allen vier Antworten. Krüger & Salecker kam ohne Websuche an keinem Tag vor. Mit Websuche schwankte die Zahl zwischen einer und zwei Nennungen. BAADER und EUROIMMUN wurden hingegen in beiden Bedingungen an allen drei Tagen durchgehend erwähnt.
Die Spitzenposition fehlte meist in der Firmenbeschreibung
Für den 19. August wurden die Beschreibungen der zwölf Champions und Kandidaten einzeln mit der Wahrheitstabelle verglichen. Ohne Websuche waren 24 von 48 Beschreibungen korrekt. Weitere 23 trafen die allgemeine Branche, ließen die untersuchte Nische jedoch verschwimmen. Eine Antwort war falsch, weil Lubeca mit einem gleichnamigen Hersteller von Metallverschlüssen verwechselt wurde.
Besonders deutlich war die Unschärfe bei Krüger & Salecker. ChatGPT beschrieb die Firma als allgemeinen Maschinenbauer für Süßwaren. Der konkrete Schwerpunkt auf Formmaschinen für Cerealienprodukte und die von der IHK genannte Marktposition fehlten. Bei Nordgetreide kam die in den Ausgangsquellen verwendete Bezeichnung „Europas größte Maismühle“ in keiner der acht Firmenbeschreibungen des ersten Tages vor.
Die Markt- oder Europamarktführerschaft erschien ohne Websuche nur in 3 von 48 Beschreibungen. Alle drei Fälle betrafen BAADER. Mit Websuche stieg die Zahl korrekter Beschreibungen am 19. August von 24 auf 33. Die Spitzenposition wurde dort in 17 von 48 Antworten erwähnt. Diese Differenz zeigt, dass in den beobachteten Webantworten häufiger spezifische Informationen verfügbar waren. Sie beweist nicht, welche einzelne Quelle die zusätzliche Aussage ausgelöst hat.

Zehn Unternehmen veränderten mindestens einen Tageswert
Sechs der 16 Unternehmen erreichten bei ihrer Nischenfrage an allen drei Tagen in beiden Bedingungen denselben Wert. Hierzu gehörten BAADER, EUROIMMUN, Nikon SLM, Niederegger, die Schwartauer Werke und Dräger. Bei den übrigen zehn Unternehmen änderte sich mindestens eine Nennungszahl.
Nordgetreide zeigt, weshalb ein einzelner Messtag keine stabile Aussage über die Wirkung einer Websuche erlaubt. Am 19. August wurde die Firma ohne Werkzeuge viermal genannt und mit Websuche gar nicht. An den beiden folgenden Tagen erschien Nordgetreide auch mit Websuche jeweils in drei von vier Antworten. Von Eicken wurde am ersten Tag ohne Werkzeuge nicht genannt, an den Folgetagen dagegen jeweils zweimal. B/E Aerospace schwankte im reinen Modellwissen zwischen zwei und vier Nennungen, lag mit Websuche jedoch an jedem Tag bei einer von vier Antworten.
Die Antworten wurden unter denselben dokumentierten Einstellungen erzeugt. Trotzdem änderten sich einzelne Firmennennungen. Für die Messung von KI-Sichtbarkeit sind deshalb mehrere Wiederholungen und zeitlich getrennte Wellen notwendig. Eine einzelne Antwort kann einen konkreten Fall zeigen, aber keine verlässliche Sichtbarkeitsquote für andere Nutzer liefern.
Direkte Firmenfragen und offene Nischenfragen nutzen andere Quellen
Bei den direkten Firmenfragen stammten am 19. August 86 von 101 sichtbaren Quellenverweisen von der Website des jeweils genannten Unternehmens oder seiner heutigen Konzernmutter. Das entsprach 85,1 Prozent. Am zweiten Tag waren es 87 von 104 und am dritten 92 von 102. Für eine direkte Frage wie „Was macht die Firma X aus Lübeck?“ waren diese Unternehmens- und Konzernwebsites in allen drei Wellen die am häufigsten zitierte Quellenart.
Bei den offenen Nischenfragen kehrte sich das Verhältnis um. Am ersten Tag führten 359 von 406 Quellenverweisen zu anderen Websites. Am 20. August waren es 396 von 435 und am 21. August 357 von 396. Genannt wurden unter anderem Wettbewerber, Fachportale, Marktforschungsseiten, Lieferantenverzeichnisse und Wikipedia. Für alle drei Tage wurden Websites der heutigen Konzernmütter einheitlich der jeweiligen Firma zugerechnet.
Die Domain der IHK erschien am ersten Messtag siebenmal. Damit ist belegt, dass diese Quelle in einigen Antworten sichtbar verlinkt wurde. Ob ChatGPT eine Firma wegen des IHK-Porträts erwähnte, lässt sich aus dem Quellenverweis nicht erkennen. Eine 2025 veröffentlichte Untersuchung von rund 14.000 realen Such-LLM-Protokollen zeigt zudem, dass Systeme relevante Seiten abrufen können, ohne sie anschließend sichtbar zu zitieren. Die ausgegebenen Citations sind daher kein vollständiges Protokoll aller verwendeten Informationen.
Welche Schlüsse Unternehmen aus der Messung ziehen können
Die eigene Website ist bei einer direkten Firmenfrage besonders häufig als Quelle sichtbar. Dort sollten Unternehmen ihre Spezialisierung, Produkte, Standorte und Marktpositionen daher konkret benennen. Eine Aussage wie „weltweit führend“ bleibt allerdings schwer überprüfbar, wenn Markt, Zeitraum und Beleg fehlen. Bei einer öffentlich behaupteten Spitzenposition sollte erkennbar sein, worauf sie beruht und für welchen Teilmarkt sie gilt.
Für offene Anbieterfragen reicht die Firmenwebsite allein in dieser Messung nicht aus. ChatGPT zitierte dort überwiegend andere Domains. Daraus folgt jedoch keine pauschale Empfehlung, möglichst viele Erwähnungen einzukaufen. Relevant sind unabhängige Quellen, die den passenden fachlichen Zusammenhang erklären und ihre Aussagen nachvollziehbar belegen. Ein gründliches IHK- oder Fachmedienporträt kann hierfür mehr Information liefern als zahlreiche allgemeine Verzeichniseinträge.
Markennennung und Quellenverweis müssen getrennt ausgewertet werden. Eine Firma kann in einer Antwort vorkommen, obwohl nur fremde Websites zitiert werden. Ebenso kann eine Unternehmensseite eine Aussage belegen, ohne dass die Firma als führender Anbieter empfohlen wird. Der verwandte Artikel über URL-Citations, Brand Mentions und überprüfbare Inhalte erläutert diese Trennung ausführlicher.
Veränderungen sollten schließlich mit einem festen Prompt-Set, mehreren Wiederholungen und gleichbleibenden Einstellungen geprüft werden. Das Messverfahren für wiederholte Abfragen zur KI-Sichtbarkeit beschreibt, weshalb ein einzelnes vermeintliches ChatGPT-Ranking hierfür nicht genügt.
Grenzen der Untersuchung
- Untersucht wurde ein Modell über die API. Die Ergebnisse bilden weder alle ChatGPT-Oberflächen noch andere KI-Systeme ab.
- Die drei Tageswellen lagen direkt hintereinander. Sie zeigen kurzfristige Schwankungen, aber keine langfristige Entwicklung.
- Die Firmenauswahl entstand aus zwei Recherchen und wurde nicht vorregistriert.
- Nur die Beschreibungen des ersten Tages wurden inhaltlich codiert. Eine unabhängige Zweitcodierung fand nicht statt.
- Die sichtbaren Quellenverweise zeigen nicht alle Seiten, die das System möglicherweise abgerufen oder intern verwendet hat.
- Mehrere Marktpositionen beruhen auf einer IHK-Broschüre von 2019 oder auf Aussagen der Unternehmen. Die Untersuchung ist deshalb keine aktuelle, vollständige Rangliste aller Lübecker Weltmarktführer.
Belastbar ist der Vergleich innerhalb des dokumentierten Aufbaus. Bekannte Vergleichsfirmen wurden über drei Tage fast durchgehend genannt, während mehrere spezialisierte Marktführer aus Lübeck und dem direkten Umland fehlten oder wechselten. Gleichzeitig änderte die Form der Frage, welche Quellen ChatGPT sichtbar verwendete. Für Unternehmen ergibt sich daraus eine überprüfbare Arbeitsaufgabe: Die eigene Spezialisierung muss auf der Firmenwebsite eindeutig beschrieben sein, und unabhängige Veröffentlichungen müssen die entscheidenden Aussagen im passenden fachlichen Zusammenhang nachvollziehbar machen.
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