Erhebung abgeschlossen · Gesamtauswertung
KI-Sichtbarkeit der Lübecker Stiftungslandschaft
Wer fördert gemeinnützige Projekte in Lübeck? Wer diese Frage heute ChatGPT oder Google Gemini stellt, erhält eine kurze Liste von Stiftungen als Antwort. Um zu messen, welche Lübecker Stiftungen in solchen Antworten auftauchen und ob die Systeme Stiftungsprojekte ihren Förderern korrekt zuordnen, habe ich eine Erhebung aufgesetzt: elf fördernde Stiftungen mit Sitz in Lübeck, 24 vorab festgelegte Prompts, 1.060 Einzelabfragen in fünf Erhebungswellen über die APIs beider Systeme.
Patrick Stolp · SEO-Experte · Lübeck
- Welle
- 5 von 5 abgeschlossen
- Gültige Antworten
- 1.060 von 1.060
- Erhoben bis
- 2026-08-08
- Nächste Aktualisierung
- keine geplant, Erhebung abgeschlossen
Endstand erreicht.
Stolp, Patrick (2026): KI-Sichtbarkeit der Lübecker Stiftungslandschaft. Abgeschlossene Erhebung. patrickstolp.de/ki-sichtbarkeit-stiftungen-luebeck/, Stand 2026-08-08.
Kurzfassung
Diese Erhebung beantwortet zwei Fragen. Erstens: Welche Lübecker Stiftungen nennen ChatGPT und Google Gemini, wenn jemand nach Förderung für ein gemeinnütziges Projekt in Lübeck fragt? Zweitens: Ordnen die Systeme bekannte Stiftungsprojekte ihren Förderern korrekt zu, oder verpufft das Engagement in den Antworten? Hierzu werden 24 vorab festgelegte Prompts in fünf Wellen über die APIs beider Systeme abgefragt, insgesamt 1.060 Einzelabfragen.
Nach allen fünf Wellen stehen zwei Ergebnisse. In der Stiftungslandschaft führt die Possehl-Stiftung die KI-Antworten deutlich an. Bei den offenen Überblicksfragen zur Stiftungslandschaft steht sie in 86,7 Prozent der Antworten an erster Stelle, die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck hingegen in 2,5 Prozent, obwohl diese mit 77,9 Prozent nur wenig seltener überhaupt genannt wird. Der Abstand liegt also nicht darin, ob die Systeme eine Stiftung kennen, sondern welche sie zuerst nennen. Bei den Projektfragen fällt das Ergebnis anders aus. Von 368 auswertbaren Antworten ordneten beide Systeme 367 der richtigen Förderin zu, und das über Projekte von vier verschiedenen Stiftungen hinweg. Eine Attributionslücke lässt sich damit nicht messen; die einzige Abweichung geht auf eine echte Namensgleichheit in Lübeck zurück. Eine der elf Projektzeilen bleibt außen vor, weil die von mir erwartete Zuordnung dort nachweislich falsch war. Methodisch schließt die Erhebung an meine laufende KI-Sichtbarkeitsstudie zu den Lübecker Banken an und verwendet dieselben Systeme, dieselbe deterministische Codierung und dieselben statistischen Verfahren.
Endstand in Zahlen
Tabelle 1 Nennung und Top-3-Position der elf Lübecker Stiftungen in den Förder- und Überblicksfragen
| Stiftung | Nennung | Intervall | Top 3 | Intervall |
|---|---|---|---|---|
| Possehl-Stiftung | 86,2 % | 83,2–88,7 | 79,7 % | 76,3–82,7 |
| Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck | 77,5 % | 74,0–80,7 | 66,7 % | 62,8–70,3 |
| Dräger-Stiftung | 46,0 % | 42,1–50,0 | 21,7 % | 18,6–25,1 |
| Michael-Haukohl-Stiftung | 29,5 % | 26,0–33,3 | 5,5 % | 3,9–7,6 |
| Die GEMEINNÜTZIGE | 29,0 % | 25,5–32,8 | 4,5 % | 3,1–6,5 |
| Margot und Jürgen Wessel-Stiftung | 31,8 % | 28,2–35,7 | 1,2 % | 0,6–2,4 |
| von Keller Stiftung | 15,3 % | 12,7–18,4 | 1,2 % | 0,6–2,4 |
| Rose Stiftung | 21,0 % | 17,9–24,4 | 1,0 % | 0,5–2,2 |
| Friedrich Bluhme und Else Jebsen-Stiftung | 29,5 % | 26,0–33,3 | 0,5 % | 0,2–1,5 |
| Reinhold-Jarchow-Stiftung | 14,0 % | 11,5–17,0 | 0,0 % | 0,0–0,6 |
| Kaufmannsstiftung | 6,3 % | 4,6–8,6 | 0,0 % | 0,0–0,6 |
Die Reihenfolge ist bis zur ersten Welle alphabetisch nach den drei großen Häusern; ab Welle 1 wird nach Top-3-Quote sortiert, eine Wertung ist damit nicht verbunden. Die Intervall-Spalten geben das 95-Prozent-Konfidenzintervall nach dem Wilson-Verfahren an. Überregionale Förderer, die Sparkasse zu Lübeck als Bank sowie Gattungsnennungen ohne Institutszuordnung werden mitcodiert und gesondert ausgewiesen.
Patrick Stolp · KI-Sichtbarkeit der Lübecker Stiftungslandschaft · patrickstolp.de
Tabelle 2 Attribution je Stiftungsprojekt: Nennen die Systeme die dahinterstehende Stiftung?
| Projekt | Richtige Stiftung genannt | Intervall | Falsche Zuordnung | Keine Zuordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck · seit Welle 1 | ||||
| Überholspur (Nachhilfe) | 100 % | 91,2–100 | 0 von 40 | 0 von 40 |
| Klimaschutzpreis | 100 % | 91,2–100 | 0 von 40 | 0 von 40 |
| Kinder- und Jugendjury | 97,5 % | 87,1–99,6 | 0 von 40 | 1 von 40 |
| kicken&lesen | 100 % | 91,2–100 | 0 von 40 | 0 von 40 |
| Kindergartenfonds | 100 % | 91,2–100 | 0 von 40 | 0 von 40 |
| Frisch auf den Teller | 100 % | 91,2–100 | 0 von 40 | 0 von 40 |
| Possehl-Stiftung · ab Welle 2 | ||||
| Lübecker Bildungsfonds | 100 % | 89,3–100 | 0 von 32 | 0 von 32 |
| KulturFunke | 100 % | 89,3–100 | 0 von 32 | 0 von 32 |
| Die GEMEINNÜTZIGE · ab Welle 2 | ||||
| Bürgerakademie Zuordnung falsch | 3,1 % | 0,6–15,7 | 23 von 32 | 8 von 32 |
| Lübeckische Blätter | 100 % | 89,3–100 | 0 von 32 | 0 von 32 |
| Michael-Haukohl-Stiftung · ab Welle 2 | ||||
| Jugend ins Museum | 100 % | 89,3–100 | 0 von 32 | 0 von 32 |
Die Attributions-Prompts fragen gezielt nach je einem Projekt. Gemessen wird deshalb nicht, ob das Projekt vorkommt, sondern allein, ob die dahinterstehende Stiftung als Förderin fällt. Die Projekte von Possehl-Stiftung, GEMEINNÜTZIGER und Michael-Haukohl-Stiftung kamen als Vergleichsgruppe nach Welle 1 hinzu und erreichen deshalb 32 statt 40 Antworten. Werte der GEMEINNÜTZIGEN sind wegen ihrer nicht codierbaren Kurzform als Untergrenzen zu lesen.
Die Zeile zur Bürgerakademie ist ungültig und geht in keine Auswertung ein. Meine Recherche beim Ergänzen der Prompts ordnete das Projekt der GEMEINNÜTZIGEN zu, koordiniert wurde es jedoch von der Volkshochschule Lübeck, die ihre Arbeit daran im Sommer 2024 beendet hat. Beide Systeme nennen in allen 24 Antworten die VHS und antworten damit korrekt, gemessen wird an dieser Stelle also eine falsche Erwartung meinerseits. Zur Spalte „falsche Zuordnung“ ist ergänzend festzuhalten, dass die Codierung dort bereits dann zählt, wenn eine Antwort die erwartete Stiftung nicht nennt, irgendwo im Text aber eine andere Lübecker Stiftung oder die Sparkasse zu Lübeck als Bank erwähnt. Bei Antworten, die mehrere Förderer aufzählen, überzeichnet diese Spalte den tatsächlichen Zuordnungsfehler deswegen.
Gesamtauswertung
Mit dem Abschluss der fünften Welle liegt der Endstand der Erhebung vor. Die Tabellen oben zeigen die Quoten je Stiftung und je Projekt. Dieser Abschnitt fasst zusammen, was die Blöcke darüber hinaus ergeben: wohin die Förderfragen aus Antragstellersicht und die Überblicksfragen zur Stiftungslandschaft führen, wie unterschiedlich die zwei Systeme antworten und wann ChatGPT überhaupt live im Netz sucht.
Förderfragen führen zur öffentlichen Hand, Überblicksfragen zur Possehl-Stiftung
Wer wie ein Antragsteller fragt, also nach Geld für ein konkretes Vorhaben, erhält zuerst einen Verweis auf die öffentliche Förderung. Die Hansestadt Lübeck wird in 357 von 360 Antworten auf die Förderfragen genannt (99,2 Prozent, Konfidenzintervall 97,6 bis 99,7) und steht in 61,4 Prozent an erster Stelle (56,3 bis 66,3). Die Possehl-Stiftung (79,4 Prozent) und die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck (77,2 Prozent) folgen als meistgenannte Stiftungen dahinter. Anders fallen die vier Überblicksfragen aus. Hier wird die Possehl-Stiftung in 231 von 240 Antworten genannt (96,3 Prozent, 93,0 bis 98,0) und steht in 86,7 Prozent an erster Stelle (81,8 bis 90,4). Die Sparkassenstiftung erreicht 77,9 Prozent Nennung (72,3 bis 82,7), allerdings nur 2,5 Prozent Erstnennung (1,2 bis 5,3). Der Abstand zwischen den beiden großen Häusern entsteht damit fast vollständig an der ersten Position der Antwort.
Der Systemunterschied ist größer als jeder Stiftungsunterschied
ChatGPT und Gemini beantworten dieselben Fragen sehr unterschiedlich. Gemini nennt bei den Förderfragen fast immer konkrete Stiftungen beim Namen, die Possehl-Stiftung etwa in 179 von 180 Antworten (99,4 Prozent, 96,9 bis 99,9) und die Sparkassenstiftung ebenso häufig. ChatGPT nennt hingegen deutlich seltener eine bestimmte Stiftung: Die Possehl-Stiftung kommt dort auf 59,4 Prozent (52,1 bis 66,3), die Sparkassenstiftung auf 55,0 Prozent (47,7 bis 62,1), während die Stadt als Anlaufstelle fast immer fällt. Die Quoten in Tabelle 1 sind deswegen ein Mittelwert aus zwei sehr verschiedenen Antwortstilen. Ob eine Stiftung genannt wird, hängt stärker davon ab, welches System man fragt, als davon, um welche Stiftung es geht. Dasselbe Muster zeigte sich bereits in der Bankenstudie.
Die Frage nach der wichtigsten Stiftung beantwortet ChatGPT meist ohne Websuche
ChatGPT löste in 479 von 530 Antworten eine Websuche aus (90,4 Prozent, 87,6 bis 92,6), Gemini sucht konstruktionsbedingt in jeder Antwort. Auffällig ist die Ausnahme: Bei der Überblicksfrage nach der wichtigsten Stiftung in Lübeck suchte ChatGPT nur in 7 von 30 Antworten (23,3 Prozent, 11,8 bis 40,9). Die übrigen Antworten stammen aus dem Trainingswissen, d. h. aus dem Stand, den das Modell einmal gelernt hat. Sämtliche Projekt-, Marken- und Kontrollfragen lösten hingegen ausnahmslos eine Suche aus. Für die Stiftungen ergeben sich hieraus zwei verschiedene Wettbewerbe: Bei Projekt- und Förderfragen zählt die aktuelle Webpräsenz, die Rangfolge bei den offenen Überblicksfragen ist dagegen im Modellwissen verankert und dürfte sich nur langsam verschieben.
Für die Attributionsfrage bleibt es beim Bild aus Tabelle 2: 367 von 368 gültigen Projekt-Antworten nennen die richtige Stiftung, die einzige Abweichung ist die dokumentierte Namensgleichheit der Kinder- und Jugendjury. Eine Attributionslücke lässt sich in dieser Erhebung nicht messen, und auch die Halluzinationskontrolle blieb über alle fünf Wellen unauffällig. Die 530 ChatGPT-Abfragen der Erhebung kosteten hochgerechnet rund sieben Euro, Gemini lief im Gratiskontingent. Da das Prompt-Set eingefroren bleibt, lässt sich die Messung zu einem späteren Zeitpunkt unverändert wiederholen.
Kaum Google-Nachfrage nach Lübecker Stiftungen
Es liegt nahe, die Sichtbarkeit einer Stiftung zunächst klassisch über Google-Rankings zu messen. Die Sistrix-Keyword-Daten vom 5. August 2026 zeigen jedoch, dass es dort kaum etwas zu messen gibt: „stiftungen lübeck“ kommt auf circa 20 Suchanfragen pro Monat, „sparkassenstiftung lübeck“ auf circa 10, und die größte Einzelmarke „possehl stiftung“ erreicht circa 150. Kommerzielle Anfragen wie „fördermittel verein lübeck“ tauchen in der Datenbank gar nicht erst auf.
Die Stiftungs-Websites ranken für ihre eigenen Marken- und Projektnamen ohnehin auf den vorderen Plätzen. Klassische SEO ist für diese Institutionen damit weitgehend auserzählt. Die eigentliche Auswahlfrage, also an wen sich ein Verein oder eine Initiative mit ihrem Förderantrag wendet, wird zunehmend Systemen gestellt, die eine Frage in ganzen Sätzen beantworten. Genau diese Antworten vermisst die vorliegende Erhebung.
So wird gemessen
Wer gehört zur Grundgesamtheit?
Zur Grundgesamtheit, also zur Gruppe der untersuchten Institutionen, zählt jede fördernde Stiftung mit Sitz und Fördergebiet in Lübeck. Das sind elf Stiftungen, darunter die drei großen Häuser Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck, Possehl-Stiftung und Die GEMEINNÜTZIGE. Zwei kleinere Stiftungen, die Rose Stiftung und die von Keller Stiftung, kamen nach dem Pretest hinzu, nachdem sie in den Rohantworten der Systeme aufgetaucht waren und ihre Existenz verifiziert werden konnte.
Mitcodiert, aber getrennt ausgewiesen werden vier weitere Gruppen: überregionale Förderer wie Aktion Mensch oder die Deutsche Fernsehlotterie (bei Förderfragen eine legitime Antwort), die Sparkasse zu Lübeck als Bank (der zentrale Verwechslungsfall), auswärtige Sparkassenstiftungen wie die Kieler oder die Bonner (ein Zuordnungsfehler des Systems) sowie Gattungsbegriffe ohne Institutszuordnung.
Drei Messgrößen, ein Kontrollprompt
Die 24 Prompts verteilen sich auf fünf Blöcke, die getrennt ausgewertet werden. Sechs Förderfragen stellen die Frage aus Sicht von Antragstellern („Wo kann ich Fördermittel für ein Jugendprojekt beantragen?“), vier Überblicksfragen erheben die Rangfolge der Stiftungen untereinander („Welche Stiftungen gibt es in Lübeck?“). Elf sogenannte Attributions-Prompts fragen nach je einem bekannten Lübecker Stiftungsprojekt, wer dahintersteht, und messen so, ob die Stiftung als Förderin genannt wird: sechs Projekte der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung seit Welle 1, dazu je zwei von Possehl-Stiftung und GEMEINNÜTZIGER sowie eines der Michael-Haukohl-Stiftung ab Welle 2. Eine dieser Zuordnungen hat sich in Welle 2 als mein eigener Recherchefehler erwiesen und wird seitdem als ungültig ausgewiesen, siehe die Anmerkung zu Tabelle 2 und den Tagebucheintrag vom 6. August 2026. Zwei Marken-Prompts prüfen die Faktentreue, und ein Kontrollprompt fragt nach der frei erfundenen „Koggen-Stiftung Lübeck“, um das Halluzinationsverhalten der Systeme zu dokumentieren.
Wichtig für die Einordnung: Sichtbarkeitsaussagen stammen ausschließlich aus den Förder- und Überblicksfragen. Die Attributions- und Marken-Prompts erzeugen per Konstruktion eine Nennung und fließen deswegen nicht in die Rangfolge ein.
Die 24 Prompts im Wortlaut
Tabelle 3 zeigt alle 24 Prompts so, wie sie an beide Systeme gingen, mit der Zahl der Antworten über alle fünf Wellen.
Tabelle 3 Alle 24 Prompts im Wortlaut, so wie sie an beide Systeme gingen
| ID | Prompt | Antworten |
|---|---|---|
| Förderfragen · seit Welle 1 | ||
| A1 | Wer fördert gemeinnützige Projekte in Lübeck? | 60 |
| A2 | Ich habe einen Verein in Lübeck. Wo kann ich Fördermittel für ein Jugendprojekt beantragen? | 60 |
| A3 | Welche Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Lübeck? | 60 |
| A4 | Unser Sportverein in Lübeck braucht Geld für neue Ausrüstung. Wo können wir eine Förderung beantragen? | 60 |
| A5 | Wer fördert Bildungsprojekte an Schulen in Lübeck? | 60 |
| A6 | Wo bekomme ich Unterstützung für ein Umweltprojekt in Lübeck? | 60 |
| Überblicksfragen · seit Welle 1 | ||
| S1 | Welche Stiftungen gibt es in Lübeck? | 60 |
| S2 | Welche ist die wichtigste Stiftung in Lübeck? | 60 |
| S3 | Welche Stiftungen in Lübeck vergeben Fördergelder? | 60 |
| S4 | Vergleiche die großen Lübecker Stiftungen. | 60 |
| Attributions-Prompts (wer steht hinter dem Projekt?) · P1 bis P6 seit Welle 1, P7 bis P11 ab Welle 2 | ||
| P1 | Wer steckt hinter dem Nachhilfeprojekt „Überholspur“ in Lübeck? | 40 |
| P2 | Wer vergibt den Klimaschutzpreis in Lübeck? | 40 |
| P3 | Was ist die Kinder- und Jugendjury in Lübeck und wer finanziert sie? | 40 |
| P4 | Wer finanziert das Projekt „kicken&lesen“ in Lübeck? | 40 |
| P5 | Was ist der Kindergartenfonds in Lübeck und wer steht dahinter? | 40 |
| P6 | Wer steht hinter dem Ernährungsprojekt „Frisch auf den Teller“ in Lübeck? | 40 |
| P7 | Was ist der Lübecker Bildungsfonds und wer steht dahinter? | 32 |
| P8 | Wer steckt hinter dem Förderprogramm „KulturFunke“ in Lübeck? | 32 |
| P9 | Was ist die Bürgerakademie in Lübeck und wer steht dahinter? Zeile ungültig | 32 |
| P10 | Wer gibt die Lübeckischen Blätter heraus? | 32 |
| P11 | Wer steht hinter dem Projekt „Jugend ins Museum“ in Lübeck? | 32 |
| Marken-Prompts · seit Welle 1 | ||
| M1 | Was weißt du über die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck? | 20 |
| M2 | Was weißt du über die Possehl-Stiftung in Lübeck? | 20 |
| Kontrollprompt · seit Welle 1 | ||
| K1 | Was weißt du über die Koggen-Stiftung Lübeck? | 20 |
Die Spalte „Antworten“ zählt beide Systeme über alle fünf Wellen zusammen. Die Prompts P7 bis P11 liefen erst ab Welle 2 und erreichen deshalb 32 statt 40 Antworten. Die Zeile P9 ist wegen meines dokumentierten Recherchefehlers ungültig, siehe die Anmerkung zu Tabelle 2. Der Kontrollprompt K1 fragt nach einer Stiftung, die nachweislich nicht existiert.
Patrick Stolp · KI-Sichtbarkeit der Lübecker Stiftungslandschaft · patrickstolp.de
Codierung und Systeme aus der Bankenstudie übernommen
Die Erhebung verwendet das Instrumentarium meiner laufenden KI-Sichtbarkeitsstudie zu den Lübecker Banken: Abgefragt werden ChatGPT und Google Gemini über ihre APIs, mit Lübeck als Standortkontext und jeder Abfrage in eigener Sitzung. Welche Institutionen eine Antwort nennt, ermittelt kein Sprachmodell, sondern ein fester String-Abgleich gegen eine vor Erhebungsbeginn eingefrorene Liste von Namensvarianten. Dieselben Rohantworten ergeben damit immer dieselben Zahlen. Jede Quote wird mit einem Wilson-Konfidenzintervall über 95 Prozent angegeben.
Das Prompt-Set und die Codierliste wurden am 5. August 2026 vor Beginn der ersten Welle eingefroren. Ergänzungen sind erlaubt und werden mit Datum und Grund protokolliert, Streichungen und Umformulierungen sind hingegen ausgeschlossen. Von dieser Regel wurde einmal Gebrauch gemacht: Nach Welle 1 kamen fünf Attributions-Prompts zu Projekten von Possehl-Stiftung, GEMEINNÜTZIGER und Michael-Haukohl-Stiftung hinzu, damit die Attributionsmessung eine Vergleichsgruppe erhält. Projekte mit dem Stiftungsnamen im Titel, etwa der Possehl-Ingenieurpreis, sind dabei ausgeschlossen, weil die Antwort den Namen zwangsläufig wiederholt und der String-Abgleich dann per Konstruktion trifft. Die fünf Neuzugänge erreichen deshalb 32 statt 40 Antworten, was in den Konfidenzintervallen sichtbar bleibt.
Grenzen der Aussagekraft
Zunächst sagen die Zahlen nichts über die Förderpraxis oder die Wirkung einer Stiftung aus. Gemessen wird lediglich, ob und an welcher Stelle eine Institution in KI-Antworten auftaucht. Darüber hinaus ist diese Erhebung mit 1.060 Abfragen bewusst kompakter angelegt als die Bankenstudie. Sie zeigt deswegen vor allem, in welcher Größenordnung sich die Sichtbarkeit der einzelnen Stiftungen bewegt. Für eine feine Rangfolge zwischen Stiftungen mit ähnlichen Werten reicht die Datenbasis hingegen nicht aus, d. h. bei überlappenden Konfidenzintervallen lässt sich nicht belegen, welche der beiden Stiftungen tatsächlich vorn liegt.
Hinzu kommen die bekannten Einschränkungen der Messanlage: Die Abfragen laufen über APIs und sind damit eine Näherung an die Apps, die Antragsteller tatsächlich benutzen. Für die Codierung liegt bislang keine unabhängige Reliabilitätsangabe vor. Außerdem lässt sich die umgangssprachliche Kurzform „die Gemeinnützige“ nicht eindeutig von der „Gemeinnützigen Sparkassenstiftung“ unterscheiden. Die Nennungsquote der GEMEINNÜTZIGEN wird dadurch tendenziell unterschätzt, weshalb die Rohtexte manuell gegengeprüft werden.
Dieselbe Grenze betrifft die Gemeinnützige Sparkassenstiftung, wenn auch schwächer. In Welle 5 nannten mehrere ChatGPT-Antworten sie nur in der Kurzform neben der Bank, etwa als „Sparkasse zu Lübeck / Sparkassenstiftung“, ohne den vollen Namen zu nennen. Der String-Abgleich zählt das nach seiner eigenen Regel als Gattungsbegriff ohne Institutszuordnung, denn zu Lübeck gehört genau eine Sparkassenstiftung, in Deutschland aber Dutzende. Über alle Wellen betrifft das 15 von 600 Antworten der Förder- und Überblicksfragen, also 2,5 Prozent. Die Nennungsquote der Stiftung in Tabelle 1 ist deswegen eine Untergrenze, und der Unterschied zwischen Welle 4 und Welle 5 geht zum Teil auf diese Grenze zurück, nicht auf ein verändertes Antwortverhalten.
Erhebungstagebuch
Dieses Protokoll hält fest, was wann gemessen, entschieden und korrigiert wurde. Der neueste Eintrag steht oben.
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2026-08-08 · Fassung 1.1
Gesamtauswertung veröffentlicht, Seite für Suchmaschinen freigegeben
Die zusammenfassende Auswertung über alle fünf Wellen steht im Abschnitt Gesamtauswertung. Zeitgleich wurde die Suchmaschinen-Sperre der Seite aufgehoben, bis dahin war sie nur auf direkte Anfrage verlinkt.
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2026-08-08 · Welle 5 abgeschlossen, 220 von 220 Antworten gültig
Endstand erreicht
Kumuliert liegen 1.060 gültige Antworten vor, die Rangfolge steht am Ende so, wie sie seit Welle 1 stand. Auffällig war allein ein Rückgang der codierten ChatGPT-Nennungen der Sparkassenstiftung, der auf die Kurzform-Codiergrenze zurückgeht und unter den Grenzen der Aussagekraft erläutert ist. Attribution und Kontrollprompt blieben bis zuletzt unauffällig.
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2026-08-07 · Welle 4 abgeschlossen, 220 von 220 Antworten gültig
Zwei Wellen an einem Tag
Diese Welle folgte der dritten am selben Tag, die Messzeitpunkte liegen dadurch dichter beieinander als geplant, weswegen Welle 5 wieder an einem eigenen Tag lief. Inhaltlich blieb die Rangfolge unverändert, und die Namensgleichheit der Kinder- und Jugendjury bestätigte sich erneut.
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2026-08-07 · Welle 3 abgeschlossen, 220 von 220 Antworten gültig
Die einzige Attributions-Abweichung ist eine Namensgleichheit
Erstmals verfehlte eine Antwort die erwartete Stiftung: ChatGPT beantwortete die Frage nach der Kinder- und Jugendjury einmal mit der gleichnamigen Jury der Nordischen Filmtage. Die Prüfung des Rohtextes zeigt eine echte Namensgleichheit in Lübeck und keinen Codierfehler, denn die Frage lässt offen, welches Gremium gemeint ist.
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2026-08-06 · Welle 2 abgeschlossen, 220 von 220 Antworten gültig
Eigener Zuordnungsfehler bei der Bürgerakademie
Prompt P9 erwartete die GEMEINNÜTZIGE hinter der Bürgerakademie, beide Systeme nennen jedoch zu Recht die Volkshochschule. Die Null in dieser Zeile misst also meine falsche Erwartung und kein Versagen der Systeme. Da das Prompt-Set eingefroren ist, läuft P9 weiter, die Zeile ist als ungültig ausgewiesen und geht in keine Auswertung ein.
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2026-08-05 · Fünf Attributions-Prompts ergänzt (P7 bis P11)
Vergleichsgruppe für die Attributionsmessung
Der Block prüfte zunächst nur Projekte der Sparkassenstiftung, ohne Vergleichsgruppe wäre die 100-Prozent-Quote allerdings nicht einzuordnen. Ergänzt wurden fünf Projekte von Possehl-Stiftung, GEMEINNÜTZIGER und Michael-Haukohl-Stiftung, Projekte mit dem Stiftungsnamen im Titel blieben außen vor. Die Neuzugänge laufen ab Welle 2 und erreichen deshalb 32 statt 40 Antworten.
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2026-08-05 · Welle 1 abgeschlossen, 180 von 180 Antworten gültig
Klare Rangfolge, Attribution ohne Fehler
Die erste Welle zeigt die Possehl-Stiftung vorn, eine fehlerfreie Projekt-Zuordnung (48 von 48) und ein sauberes Kontrollverhalten: Zur erfundenen Koggen-Stiftung erfand keines der Systeme Fakten.
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2026-08-05 · Pretest ausgewertet, Welle 1 gestartet
Zwei Stiftungen nachcodiert, ein Kontrollprompt ersetzt
Der Pretest brachte die Rose Stiftung und die von Keller Stiftung in die Grundgesamtheit, beide tauchten in den Rohantworten auf und ließen sich verifizieren. Die ursprünglich erfundene „Hansestiftung Lübeck“ existiert unter ähnlichem Namen tatsächlich, der Kontrollprompt fragt deshalb nach der verifiziert nicht existenten „Koggen-Stiftung Lübeck“. Anschließend wurden Prompt-Set und Codierliste eingefroren.
Zitation: Stolp, Patrick (2026): KI-Sichtbarkeit der Lübecker Stiftungslandschaft. Abgeschlossene Erhebung. https://patrickstolp.de/ki-sichtbarkeit-stiftungen-luebeck/
Autor und Herausgeber: Patrick Stolp, SEO-Experte, Lübeck. Autor, Herausgeber, Finanzier und Codierer sind dieselbe Person.
Stichprobe: 1.060 gültige Einzelabfragen, 24 Prompts (19 seit Welle 1, fünf protokolliert ergänzt ab Welle 2), elf Stiftungen, zwei Systeme, fünf Wellen.
Interessenkonflikt: Die Erhebung ist eigenfinanziert und entstand ohne Auftrag einer der untersuchten Stiftungen.
Nachnutzung: Zahlen dürfen mit Quellenangabe und Nennung der Wellennummer weiterverwendet werden.
Kontakt: kontakt@patrickstolp.de, Antwort innerhalb von fünf Werktagen.
- Welle
- 5 von 5 abgeschlossen
- Gültige Antworten
- 1.060 von 1.060
- Erhoben bis
- 2026-08-08
- Nächste Aktualisierung
- keine geplant, Erhebung abgeschlossen
Verwandte eigene Messungen: die KI-Sichtbarkeitsstudie Banken Lübeck als methodische Schwestermessung sowie der KI-Sichtbarkeits-Check Lübeck für einzelne Betriebe.